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Entspannte Periode: Mit diesen Ayurveda-Tipps zu schmerzfreier Menstruation

Besuch der roten Tante? Du bist es leid? Wer die Qual hat, hat jetzt die Wahl. Nämlich mithilfe von Ayurveda. Ein Beitrag für Frauen, die keine Lust mehr auf monatliche Schmerzen haben. Lasst uns in die Ayurveda-Trickkiste greifen. Aufgepasst Ladies, hier kommt ein weiterer Artikel über die Menstruation und welche tausend Dinge du ausprobieren kannst, um keine schmerzhaften und quälenden Besuche mehr von der unbeliebten roten Tante ertragen zu müssen. Jaja, ich weiß! Alles schon ausprobiert, hilft eh nichts! Habe ich mir auch gedacht, jahrelang. Was habe ich mich von Monat zu Monat, 4 – 5 Tage wenn alles gut gelaufen ist, ansonsten auch gerne mal (so zwischendurch, als kleiner Gag meines Körpers) 3 Wochen am Stück, durch meine Menstruation geschleppt. Die schlechte Laune bleibt selten aus Viele kennen es: Eine Woche davor schon miese Stimmung, die dann meistens der Partner bzw. die Partnerin abbekommt, der/die dann eh schon ganz behutsam (Erfahrung macht den Meister) fragt: „Schatzi, hast du deine Tage? Kann ich dir was Gutes tun?“ und man sich nur denkt: „Aha, jetzt auf einmal fragt er/sie. Sonst ist es ihm/ihr ja auch egal, bestimmt betrügt er/sie mich!“ Und du fängst wegen dieser simplen Frage einfach an zu heulen oder bist straight – beleidigt! Dann kommen meistens – wäre auch total langweilig ohne – extreme Unterleibsschmerzen dazu, am besten noch mitten in der Nacht, damit du auf jeden Fall um deinen erholsamen Schlaf kommst und am nächsten Tag mit dicken, fetten Augenringen aufwachst. Reicht ja nicht, einfach Schmerzen zu haben und schlecht drauf zu sein. Nein, auf keinen Fall! Man muss ja dazu auch noch wie Sch** aussehen! Es ist wie im Fußball! Nur, dass man als Frau schon von Anfang an die rote Karte gezogen hat, OHNE dafür erst jemanden anderen wohin treten zu müssen. Echt gemein. Überall im Internet liest man heutzutage, dass es ein Segen ist, die Menstruation zu haben und wir sollen doch schätzen, dass wir Frauen sind! Schön und gut, aber im Moment des Schmerzes gibt es nur ein Zaubermittel und das heißt „Ibuprofen für Frauen“. Fertig aus! Richtig, aber trotzdem falsch! Fakt ist: Es gibt Mittel und Wege aus dieser Horrorstory und die müssen nicht immer gleich pures Gift für den Körper sein. Ich stelle dir heute die Menstruation aus Sicht des Ayurvedas vor und gebe meine Erfahrung von Herzen gerne an dich weiter. Zumindest so viel, dass du deine Periode nicht mehr als den monatlichen „Fight Club“ betrachtest, sondern tatsächlich als Geschenk deiner Weiblichkeit. So, was ist denn jetzt eigentlich dieses Ahurweda, nee warte, Awurewda. Stopp! Was ist eigentlich Ayurveda? Falls du noch nie von Ahfurveda (Spaß beiseite) gehört hast: Ayurveda ist ein medizinisches System aus Indien und setzt sich aus zwei Sanskrit-Wörtern zusammen. Ayur bedeutet „das Leben“ und Veda heißt „Weisheit“ oder „Wissen“. Zusammen also „Die Weisheit des Lebens“. Ayurveda gibt es, seit der Mensch angefangen hat, Schmerz und Leid lindern zu wollen. In diesem wunderbaren Heilsystem geht es darum, den Menschen als Ganzes zu betrachten. Es gibt keine Trennung zwischen Körper, Geist und Seele. Alles wird als Einheit gesehen und auch so behandelt. Wir im Westen kennen das aus dem schulmedizinischen System nur so, dass Körper und Geist getrennt voneinander behandelt werden und das ist – ich sage es, wie es ist – ohne Worte. Bevor ich nun aber weiter in die Welt der Menstruation im Ayurveda eindringe, möchte ich dir kurz die berühmten drei Doshas vorstellen. Die drei Doshas: Freund und Feind in einem! Achtung, jetzt wird es etwas komplexer, aber nur kurz. Ein kleiner Exkurs! Im Ayurveda ist der Mensch ein Abbild des Universums. Das Universum ist der Makrokosmos und wir sind daher also was? Richtig! Der Mikrokosmos. Die kleine Ausgabe des großen Universums. Das Universum besteht u.a. aus fünf Elementen. Wasser, Feuer, Erde, Luft und Äther (Raum). Diese fünf Elemente, die wir alle kennen, sind überall vertreten. In jedem Baum, in jeder Ameise, in jedem Kochtopf, in jedem Menschen. Der Ayurveda unterteilt diese 5 Elemente in drei Konstitutionstypen (Doshas): Vata (Luft und Äther), Pitta (Feuer und Wasser) und Kapha (Erde und Wasser). Die 5 Elemente vereint in einem Menschen! Da jeder Mensch aus diesen 5 Elementen besteht (erinnere dich: Makrokosmos Mikrokosmos), sind eben deshalb auch alle 3 Doshas in jedem Menschen vertreten, aber – und das ist der wichtige Teil – unterschiedlich und individuell ausgeprägt. So kann beispielsweise eine Person mehr Vata und Pitta, dafür weniger Kapha haben oder eine Person hat extrem viel Kapha und dafür weniger Vata- und Pitta-Anteile. Dosha heißt übersetzt so viel wie „Fehler“ oder „krankmachender Faktor“. Jeder Mensch ist individuell zusammengestellt und hat demnach auch individuelle Bedürfnisse und Prinzipien, nachdem er laut dem Ayurveda leben sollte. Falsche, nicht dosha-gerechte Ernährung oder Lebensführung führen dazu, dass sich die Doshas (Fehler) in deinem Körper und Geist so drastisch erhöhen, dass Krankheiten daraus entstehen können. Es gilt im Ayurveda in jedem Fall und immer, seinen Körper doshagerecht gesund zu erhalten. Dies ist das höchste Gesetz im Ayurveda. Die Doshas und die Menstruation Wie schon erwähnt, findest du die drei Doshas überall im Körper, aber auch im Geist, in der Nahrung, in den Tages- und Jahreszeiten, im Alterungsprozess und so auch in der Menstruation. In den ayurvedischen Lehren werden die Menstruationsbeschwerden in drei Arten unterteilt: Vata-Regel, Pitta-Regel und Kapha-Regel. Selbstverständlich gibt es auch Mischtypen oder Typen, in denen alle drei Doshas Beschwerden bereiten. Ich gehe in diesem Beitrag kurz auf die einzelnen Störungen ein: Die Vata-Störung Die Vata-Störung äußert sich durch starke Schmerzen im Unterbauch oder Rücken, meistens schon vor der Menstruation. Du schläfst schlecht, hast Krämpfe und leidest unter einem ständigen Völlegefühl oder Verstopfung. Bei solchen Schmerzen denkt man sich oft, eigentlich müsste ein Schwall an Blut rauskommen, aber am Ende ist die Blutung dann nur gering. Vata steht u.a. für die Trockenheit, d.h., wenn du ein Vata-Meno-Typ bist, dann öle deinen Körper jeden Morgen oder Abend, je nach Zeit, mit warmem Sesamöl ein und gib ihm die Feuchtigkeit, die er braucht. Das pflanzliche Mittel Ashwagandha, indischer Ginseng, hat sich bei der Vata-Regel sehr bewährt. Nimm 1 TL mit warmem Wasser oder Ghee nach dem Mittag- und Abendessen ein. Zusätzlich kannst du dir deinen Unterbauch mit Rizinusöl einreiben. Es wärmt das gesamte Becken und entkrampft dadurch. Die Pitta-Störung Bei der Pitta-Regel sind die Brüste extrem empfindlich, du neigst zur Blasenentzündung oder allgemeinem Brennen, wenn du Pipi machst. Außerdem bist du noch dazu gereizt und hast eine starke Blutung. Pitta steht u.a. für das Feuer – daher auch das Brennen und die Gereiztheit. Hier könntest du z.B. 2x täglich nach den Mahlzeiten ½ TL Shatavari Ghee oder Wasser einnehme. Shatavari ist die Spargelwurzel und das absolute Frauenpowerkraut im Ayurveda. Es heißt übersetzt nicht ohne Grund so viel wie „Die, die tausend Männer hat“. Während der Regel verzichten die meisten von uns aber gerne mal auf die Männer und reiben sich als Pitta-Regel-Typ lieber den Unterbauch mit Kokosöl ein. Das Öl wärmt nämlich von außen und kühlt gleichzeitig von innen. Die Kapha-Störung Kapha-Menstruationsprobleme lassen dich aufgebläht fühlen und das nicht ohne Grund, denn bei der Kapha-Regel kommt es zur erhöhten Wasseransammlung im Körper. Du fühlst dich deshalb auch müde, schwer und träge, bist zu nix zu gebrauchen und hast ein großes Bedürfnis, auch tagsüber zu schlafen. Du könntest, um dem Entgegenzuwirken, morgens schon ein bisschen Trikatu einnehmen. Trikatu besteht aus drei unterschiedlichen Schärfen. Schwarzer Pfeffer, Langer Pfeffer und getrockneter Ingwer. Diese Mischung wirkt auf den Körper trocknend, erhitzend und du fühlst dich leichter. Außerdem holt es dich aus deiner Lethargie raus. Zusätzlich kannst du deinen Unterbauch mit Senf- oder Rizinusöl einreiben. Tipps aus dem Ayurveda Generell ist es nicht empfohlen, während der Periode Yoga auszuüben. Lasse deine Yoga-Routine zu dieser Zeit aus. Du solltest eigentlich 3 Tage lang wirklich nur auf dich schauen, mal auf der Couch oder im Bett herumliegen, gut essen, gut trinken und dich warm einkuscheln, je nachdem, was dir beliebt. Ayurveda-Experten bieten Konstitutionsbestimmungen an. Hierbei wird genau geschaut, welcher Doshatyp du bist und wie du dich doshagerecht ernähren und verhalten kannst. Mit der richtigen Ernährung kann vielen Schmerzen und Krankheiten vorgebeugt werden. Suche dir eine/n Ayurveda-Expertin und lasse deine Konstitution bestimmen. Das kann dir nicht nur im Bezug auf die Menstruation helfen. Zu guter Letzt: Arbeite an deinem Verhalten und Mindset während der Regel Ein paar persönliche Worte an dich, weil es vieles bei mir selbst verändert hat. Es ist so so so wichtig, an deinem Verhalten und deinem Mindset während der Menstruation zu arbeiten. Wie verhältst du dich, wenn du die Regel bekommst? Hast du Gedanken, die im Grunde gegen dich arbeiten? Sind diese Gedanken durchwegs negativ? Tust du in dieser Zeit etwas für deinen Körper oder achtest du überhaupt gar nicht auf die Signale, die er dir gibt? Ich schreibe dies, weil es mir ein großes, persönliches Anliegen ist. Ich habe die Menstruation immer als Störfaktor gesehen. Sie hat mich einfach genervt. Sie ist schmierig, macht nur Dreck, ist mit Schmerz verbunden und riecht komisch. Es ist einfach nichts Schönes. Und genau so ist es mir letztendlich auch gegangen. Ich habe mich während meiner Periode ekelig und schlecht gefühlt und nur auf den Tag gewartet, bis sie endlich wieder vorbei ist. Bis zu dem Zeitpunkt…. …an dem ich angefangen habe, mich selbst zu beobachten und zu reflektieren. Wie gehe ich eigentlich mit mir selbst um? Versuche dich dahingehend zu ändern, dass du dir die Zeit mit deiner Menstruation schön einplanst, in dem du dir genau das gibst, was du brauchst. Chille auf der Couch mit einem Buch oder höre schöne Musik, zünde dir Duftkerzen oder Räucherstäbchen an. Trinke Tee oder auch mal ein Glas Wein, wenn es dich in dem Moment glücklich macht. Kuschel dich in eine warme Decke, iss eine ganze Tafel Schokolade und lass die Regel einfach zu. Lass sie da sein und freue dich darüber, dass du die paar Tage im Monat mal nur für dich da sein kannst. Versuche Termine und Verpflichtungen zu verschieben oder wenigstens zu minimieren und wenn du Kinder hast, gib sie, wenn die Möglichkeit besteht, für ein paar Stunden ab. Höre einfach mal auf dich! Höre auf die Signale deines Körpers. Was brauchst du? Und was willst du in dem Moment? Und gib dir genau das. Genau in diesem Moment kannst du dich als Frau noch mehr wahrnehmen, weil du noch besseren Zugang zu deinem Inneren hast. Sei dir selbst bewusst und fühle mal hinein, was dir gut tun würde. Vielleicht verwandelt sich auch deine Menstruation von der Feindin zur Freundin und du siehst deine Tage in Zukunft eher als einen kleinen Kurzurlaub. 😊


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